Inga

Mein Name ist Inga und ich bin 30 Jahre alt. Nach einem ersten Studium der Kulturwissenschaften und einem kurzen Einstieg ins Berufsleben, studiere ich nun, wie die meisten meiner Grenzenlose Wärme-KollegInnen, den dualen Studiengang Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt „Armut und (Flüchtlings-)Migration an der FH Dortmund und bin im dritten Semester. Und auch, wenn neben dem Thema Migration noch andere Bezüge hergestellt werden, kann es kaum eine gegenwartsbezogenere Ausrichtung geben. Auch das, was sich Grenzenlose Wärme zur Aufgabe gemacht hat, hängt natürlich unmittelbar damit zusammen – schließlich hat sich der baldige Verein aus der Überzeugung gegründet,  etwas verändern zu wollen.primeros dias (120)

Ich bin, seitdem sich Grenzenlose Wärme vor einem Jahr bei uns damaligen „Erstis“ vorgestellt hat, interessiert gewesen und kurz darauf dann zu den Treffen von Grenzenlose Wärme gegangen. Im März dieses Jahres bin ich dann zum ersten Mal auf eine Tour mitgefahren. Das war bereits die vierte Tour insgesamt und es ging erneut nach Griechenland, in das Koutsochero-Camp, nahe der Stadt Larisa.
Auf die Frage, weshalb ich mich bei Grenzenlose Wärme engagiere, muss ich tatsächlich recht standardmäßig antworten: Ich habe schon längere Zeit nach einem sozialen Engagement neben Uni/Beruf gesucht, bei dem ich mich einbringen kann und, für mich, sinnstiftend freie Zeit verbringen kann. Grenzenlose Wärme erfüllt dies für mich absolut. Darüber hinaus bekomme ich Einblicke in viele andere Bereiche, wie Politik, Medienarbeit und allgemein den Stand der Entwicklungszusammenarbeit. Und auch, wenn ich bereits in meinem bezahlten Job ein ähnliches Feld „abdecke“, denn ich arbeite in der Flüchtlingsberatung, so ist es genau dieser Bereich in dem ich, auch neben meiner Hauptbeschäftigung, gerne arbeiten möchte. Die Arbeit hat einen sehr starken Aktualitätsbezug und Notwendigkeitscharakter. Außerdem kenne ich mich mittlerweile auch einfach gut aus und kann Kompetenzen einbringen, die ich – auch theoretisch – gelernt habe oder gerade erlerne.
Was mich bei der Arbeit immer wieder aufs Neue überrascht und was ich bewundere, ist die Widerstandsfähigkeit der Menschen. Dass sie es schaffen auch mit härtesten Schicksalsschlägen, resultierend aus Kriegen und anderen für sie nicht abänderbaren Zuständen, umzugehen, diese hinter sich zu lassen und dann trotzdem positiv in die Zukunft zu blicken. Das lässt viele Alltagsprobleme marginal erscheinen und appelliert auch an die eigene Einstellung zum Leben.
Gleichzeitig ärgere ich mich dann auch oft über die Steine, die den Geflüchteten in den Aufnahmeländern nach all den Strapazen zusätzlich in den Weg gelegt werden bzw. ist es oft die lange andauernde Unklarheit ob ihres Aufenthaltsstatus und das damit verbundene Nicht-Ankommen können, was sich der positiven Grundeinstellung in den Weg stellt.

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