Anhänger holen, Spenden einladen Weihnachten feiern und Los! (Sebastian)

22.12.16, 16:00 Uhr, Bremen (genauer Bassum) der Wind pfeift uns um die Ohren und das Haar von Johannes und mir liegt 1A. An sich sehr guter Voraussetzungen, vor allem wenn man bedenkt, dass wir gerade den Anhänger für die bevorstehende Mission geholt haben und nun auch endlich ein Gefühl dafür kriegen, das es am 27.12. ernst  wird.

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Am 27.12. ging es auf dem Parkplatz der FH Dortmund morgens um 8:30 Uhr endlich los.

 

An dem Tag sind wir dabei aber auch schon seit mittags on the road und es ist noch kein Ende in Sicht. Auf dem Hinweg waren wir nämlich schon in Gelsenkirchen und Oer-Erkenschwick um dort Spenden aufzusammeln und dann führte uns unserer kleine Deutschlandreise es noch in die Zentrale Unterbringungseinrichtung der Malteser in Hamm zu unserer Kommilitonin Nesrin, die dort arbeitet. Knappe 2 Stunden später war den Anhänger dann dort mit Bekleidungsspenden und Hygieneartikeln beladen und es ging zurück Richtung Dortmund

Über die Weihnachtsfeiertage kam dann die Nachricht aus Griechenland von der Fährgesellschaft, dass ihnen ein kleiner Fehler bei den Buchungen unterlaufen wäre und wir mit den 3 Autos, dem Anhänger und den 8 Personen nicht von Bari in Italien nach Igoumenitsa in Griechenland übersetzen könnten, aber sie sich schnellstmöglich um eine Umbuchung kümmern würden.. So kam es dann, dass wir am 27.12.16 nach erfolgreicher Abfahrt morgens um 8:30 Uhr nachmittags gegen 14:00 Uhr die erfreuliche Nachricht bekamen, dass wir von Triest in Norditalien einmal das ganze adriatische Meer abschippern würden in nur 26 Stunden. Aber so war es auch für die Fahrer wesentlich entspannter und es war das einzige Angebot, dass sie uns anbieten konnten, damit wir den 2500 km langen Landweg über andere EU Staaten umgehen konnten. Am 28.12.16 kamen wir dann morgens um 3:30 Uhr in Triest an und konnten direkt auf die Fähre und anschließend in unsere kleinen aber feinen Kabinen.

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Beim einweisen wurde ganze Arbeit geleistet!

Nach entspannten 7 Stunden Schlaf bei leichtem Seegang konnten wir am nächsten Morgen von Bord aus die wunderschöne Stadt Ancona (siehe Titelbild) bewundern bei schmalen 17 Grad und strahlend blauem Himmel. Eine willkommene Abwechslung zu den gut 19 Stunden fahrt die wir ohne größere Pausen hinter uns hatten.

An Bord konnten wir zusammensitzen, etwas Erholung für die nächsten anstrengenden Tage tanken und auch schonmal über unsere Erwartungen sprechen, wie es die nächsten 10 Tage wird… ob wir viel Leid, viel Ausweglosigkeit und üble Verhältnisse sehen werden? Ob es uns prägen wird? was wir davon für unseren weiteren Werdegang mitnehmen können? Ob wir wirklich etwas bewirken können? Viele Fragen die im Rahmen der Planung von nur 6 Wochen auch einfach zu kurz kamen… dafür hatten wir nun endlich Zeit um alles Liegengebliebene langsam aufzuarbeiten und uns über „was wäre wenn…“-Fragen Gedanken zu machen. Viele Antworten konnten wir uns aber auch nicht geben, lediglich Spekulationen waren möglich und trotzdem kamen wir zu dem Schluss, dass es noch nichtmal so wichtig ist, was wir für uns daraus lernen, dafür haben wir danach nach genug Zeit zum besprechen. Jetzt geht es um unser eigentliches Ziel, das wir verfolgen: Die Wärme die wir grenzenlos verteilen und spenden wollen um den Menschen zu helfen, aber auch um ihnen Hoffnung zu spenden in ihrer zumeist ausweglos scheinenden Situation.

 

Am 29.12.16 morgens um 7:20 Uhr griechischer Zeit können wir das Schiff dann nach einer eher unruhigen Nacht mit teilweise üblem Seegang wieder verlassen und kommen aus dem Staunen nicht raus über die Schönheit Griechenlands.

 

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Einen schöneren empfang hätte man uns in Igoumenitsa nicht bereiten können.

 

Gegen 15:00 Uhr haben wir dann am 29.12.16 das Warehouse in Thessaloniki erreicht und konnten direkt typisch deutsch in die Arbeit starten. Außerdem hat unterwegs leider die Antriebswelle des Bullis „Ulf“ etwas schlapp gemacht durch den Anhänger und die ganzen Steigungen, aber der Unterstützung und Beratung des ADAC sei Dank haben wir es auch mit der kaputten Welle wieder nach Deutschland geschafft aber auch mit viel Mut.

 

 

 

 

 

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