Tag 1: Auf dem neusten Stand

Heute Morgen war es so weit. Wir konnten endlich mit der lang ersehnten Arbeit beginnen. Daher haben wir uns um 10:00 Uhr mit Sven in dem Warehouse von Inter-Volve getroffen, welches im Zentrum von Larisa liegt. Es dient dazu, den „Free-Shop“ des Koutsuchero-Camps (welches sich weit außerhalb der Stadt befindet), mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu versorgen. Als erstes wurden wir von Sven gebrieft, um für die nächsten Tage auf dem neuesten Stand zu sein. Danach stand dann unsere erste Aufgabe an: Da wir glücklicher Weise wieder mit dem Bulli, der uns von Grünbau zur Verfügung gestellt wurde, unterwegs sind, war es kein Problem, jegliches Material mit einer Fahrt an das Camp zu liefern.

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Im Camp angekommen, haben wir begonnen, die Materialien in einen Schiffscontainer zu sortieren, von dem es dann zu den Öffnungszeiten des „Free-Shops“ in die Regale geht. Dort können sich die Bewohner des Camps für „Points“ (100 Points pro Kopf, pro Woche), dringend benötigte Utensilien „kaufen“.

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Sven hat uns daraufhin an die Hand genommen, um uns das Camp zu zeigen: Dort leben momentan ca. 800 Menschen aus zwanzig verschieden Nationen. Sie wohnen dort durchschnittlich mit 2-6 Personen in einem Container, der mit einer Dusche, einem Bad und einer kleinen Kochnische ausgestattet ist. Man kann sich gut vorstellen, dass es da auf 15 Quadratmetern ganz schön eng werden kann..

Im Gegensatz zu anderen Camps, die wir in der Vergangenheit kennengelernt haben, setzt sich jedoch in diesem Camp Inter-Volve dafür ein, den Alltag der geflüchteten Menschen etwas bunter zu gestalten. Wir hatten also den Rest des Tages die Möglichkeit an verschieden Projekten mitzuarbeiten. Zunächst wurde Ada in das sogenannte Pink-House eingeteilt worden. Dies ist ein Rückzugsort für alles Frauen, die im Camp wohnen. Dort haben sie vor allem die Möglichkeit sich aus dem Camp-Leben zurückzuziehen. Außerdem können sie dort Nähen, Stricken und sich frisieren/schminken.

 

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Leon war derzeit gemeinsam mit anderen Freiwilligen für die Kinder-Betreuung zuständig. Im Nachmittags-Bereich haben die Kinder, die Lust dazu haben, die Gelegenheit, in Form von Malen, Bastel und Spielen, bespaßt zu werden.

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Ein weiterer Programm-Punkt ist der Cinema-Evening, bei dem für die Kids jeden Samstag-Abend ein Kinosaal herbeigezaubert wird. Durch Mohameds geschickten Finger (ein Kabel war zu Bruch gegangen) konnte auch an diesem Abend ein Film mit Ton gezeigt werden.

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Derweil hat Inga, mit einem anderen Freiwilligen, in zwei Etappen (für Anfänger und Fortgeschrittene) Englisch-Unterricht in einem dafür vorgesehenen Container für Erwachsene erteilt.

Das neueste Projekt des Camps gilt der Verselbständigung der Bewohner. Sven hatte die Idee, dass jeden Familie sich einen kleinen Garten anlegen könne. Dafür hat Leon den anderen aus dem Team-Inter-Volve dabei geholfen, die Erde und Samen gerecht auf Tüten zu verteilen, damit diese möglichst zeitnahe herausgegeben werden können.

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Nach vielen neuen Eindrücken beenden wir nun den langen Tag gemütlich am Kamin unserer Unterkunft.

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