Tag 5: Hit the road

Wie bereits gestern angekündigt, haben wir uns planmäßig heute morgen um 7:00 Uhr bei aufgehender Sonne auf den Weg nach Thessaloniki gemacht. Im Gepäck hatten wir jede Menge leere Wasserkanister und vier Nähmaschinen. Unser erster Anlaufpunkt war in Kalochori. Erst vor kurzem hat Sebastian Zozan Hamo (eine syrische Künstlerin, von der wir schon des öfteren berichtet haben) samt ihren Kindern vom Flughafen in Eindhoven abgeholt und zu ihrem Ehemann nach Düsseldorf gebracht. Dabei konnte sie selbstverständlich nicht alle ihre Kunstwerke im Flieger mit nach Deutschland nehmen. Diese waren bei Freunden von ihr um Thessaloniki herum verteilt und es galt, diese einzusammeln, um sie nächste Woche mit nach Hause zu nehmen.

Da wir nach dem ersten Stop noch ein wenig Zeit für uns hatten, haben wir die Gelegenheit genutzt, um unseren Frischlingen die Stadt Thessaloniki etwas näher zu bringen. Anschließend haben wir noch einen kurzen Abstecher zu den wunderbaren Menschen des „Rentrooms-Hostels“ (unsere übliche Unterkunft) gemacht.

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Um 12:35 Uhr landete das Flugzeug, welches unseren Hilfs-Konvoi endlich komplettierte: Mahassine hat die Reise gut überstanden und mit ihr ging es sofort frisch ans Werk.

InterVolve hat seit Mitte Januar ein „Women-Center“ im Kern der Stadt aufgebaut. Dort können geflüchtete Frauen dem Alltag entfliehen, es steht ihnen dort eine riesige Auswahl an Angeboten zur Verfügung: Sie können Sprachkurse belegen, sich durch Yoga, Zumba o.ä. sportlich betätigen und sich sogar in einem Computerraum in Informatik fit machen/halten. Außerdem werden dort Nähkurse angeboten, wozu die Nähmaschinen, die wir geladen hatten, gebraucht werden. Das „Women-Center“ erstreckt sich über drei Etagen, in der obersten bpsw. gibt es einen wundervoll (von Mahmoud Nabil Karrab) eingerichteten Kindergarten, sodass sich die Frauen in aller Ruhe ihren Kursen widmen können. „Unsere“ Frauen haben sich ohne zu zögern dem Yoga-Kurs angeschlossen, derweil haben Mohammed und Leon einen weiteren Spaziergang durch Thessaloniki gemacht, da sie selbstverständlich nicht Teil dieser Zielgruppe sind.

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Danach ging es zum „Help-Refugees-Warehouse“ um dort die Kanister auszuladen. Im Gegenzug dazu haben wir eine große Fuhre an Sommerkleidung und Mosquito-Spray entgegengenommen, welches für den anstehenden Sommer in Larisa von unschätzbarem Wert ist.

InterVolve verfügt normalerweise über einen eigenen Transporter. Dieser befand sich aber in den letzten Wochen in einer Werkstatt in Thessaloniki. Der ursprüngliche Plan war es, den reparierten Van vom Warehouse mit nach Larisa zu bringen. Durch für uns nicht ganz ersichtliche zeitliche Verzögerungen seitens der Werkstatt hat sich die ganze Aktion jedoch erheblich nach hinten verschoben. Wir hatten also leider eine etwas größere Zeitspanne Leerlauf. Im Warehouse waren nur hin und wieder ein paar Handgriffe zu erledigen. Diese Aufgaben haben wir natürlich dankend entgegengenommen.

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Obwohl wir die meiste Zeit des heutigen Tages entweder hinterm Steuer oder mit Warten verbracht haben, konnten wir trotzdem einige Aufgaben, die nunmal erledigt werden müssen, abhaken.

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Morgen erwartet uns dann wieder ein Tag im Koutsochero-Camp und auch sonst müssen so einige Besorgungen gemacht werden..!

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