New Arrivals

Nach unser zweitätigen Reise von Dortmund nach Larissa durften sich sofort 6 Freiwillige unseres Teams im Koutsochero-Camp ins Getümmel stürzen. Gereon und Sebastian hatten zeigleich alle Hände voll zu tun, um die Sachspenden, die wir in Dortmund bereits vor Antritt unserer Tour mit der Unterstützung von ZoF e.V., Malteser Dortmund, Young Caritas Dortmund und dem Marinenkrankenhaus Schwerte gesammelten hatten, in Nordgriechenland an die jeweiligen Hilfsorganisationen zu verteilen. Den größten Teil dieser Spenden haben Sebastian und Leon auf ihrem Weg nach Ancona bei Heimatsstern e.V. in München auf unseren Hänger geladen, womit wir unsere Ladekapazitäten ausgereizt hatten.

Ein Großteil der Spenden wurde an das Warehouse von Help Refugees in Thessaloniki vermittelt. Von da aus werden sie dann über ganz Nordgriechenland verteilt. Medical Volunteers International, eine Organisation, die in Thessaloniki obdachlose Flüchtlinge medizinisch betreut, konnten Gereon und Sebastian mit einer Krankenliege und jeder Menge Verbandsmaterial ausstatten. Last but not least konnten wir noch eine private Helferin in der Nähe der mazedonischen Grenze mit Kinderwagen und Hygieneprodukten unterstützen. Diese werden in naher Zukunft an das Camp Nia Kavala, ein Zeltcamp, in dem heute 500 neue Menschen aufgenommen wurden, verteilt. Die restlichen Spenden wurden in dem Warehouse von Intervolve in Larissa untergebracht.

Für den Rest galt es Intervolve im Koutsochero-Camp kräftig unter die Arme zu greifen, da am heutigen Tag Großes anstand: Es wurden ungefähr 300 Neuankömmlinge erwartet, die ihren Weg von der Insel Samos auf das Festland Nordgriechenlands gefunden haben. Darunter waren sowohl Familien, als auch alleinreisende Frauen/Männer.

Die Schwierigkeit bestand darin, diesen großen Ansturm an Menschen (die anderthalb Tage im Bus verbracht hatten) auf die leeren Seecontainer zu verteilen, die über das gesamte Camp verteilt waren und anschließend mit Matratzen, Nahrung, Kühlschränken, Öfen und Kochutensilien zu versorgen. Der Zeitaufwand hierbei war immens, da das Camp sehr weitläufig ist und alle Wege von uns lediglich zu Fuß (zweitweise im strömenden Regen) bestritten werden mussten. Des weiteren war es eine große Herausforderung die Alleinreisenden unterzubringen: Es gibt (selbstverständlich aus Platzgründen) keine Container, die für Einzelpersonen vorgesehen sind. Daher müssen bis zu 5 Menschen, die sich untereinander fremd waren, auf engstem Raum in einem Caravan „leben“. Es versteht sich also von selbst, dass die vorliegende Situation an vielen Stellen zu Auseinandersetzungen zwischen den „New Arrivals“ führte. Etwa um 23.00 Uhr waren dann aber alle untergebracht und mit dem Nötigsten versorgt.

WhatsApp Image 2019-04-14 at 21.19.14WhatsApp Image 2019-04-14 at 22.22.30

Wir werden heute mit gemischten Gefühlen ins Bett gehen: Wir haben viele glückliche und positiv gestimmte Menschen gesehen, aber auch Menschen, die sich mit ihrer neuen Situation noch nicht anfreunden konnten. Auf jeden Fall werden wir nach unserer zeitaufwendigen Anreise und diesem langen Tag nun geschafft ins Bett fallen und Morgen hoffentlich wieder voller Tatendrang ins Geschehen eingreifen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s